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Kreiskonferenz der Sonneberger LINKEN

21. Oktober 2017, Neuhaus am Rwg. – Rückblick auf Erreichtes, Versäumtes, Ableitung von Aufgaben für das nächste Jahr und turnusmäßige Neuwahlen der Gremien: unser Kreisverband trifft sich in der Feuerwache in Neuhaus am Rennweg im Rahmen einer Gesamtmitgliederversammlung.

Der umfangreichen Analyse des - dies sei schon jetzt vorweg genommen - alten und neuen Kreisvorsitzenden Michael Stammberger und den pointierten Ausführungen des Chefs der Kreistagsfraktion, Uwe Schlammer folgte eine lebhafte Diskussion der 51 teilnehmenden Genossinnen und Genossen zu Aufgaben und Strategie unserer Kreisorganisation aber auch zur Analyse des enttäuschenden Wahlergebnisses der LINKEN in unserem Bundestagswahlkreis. Einig waren wir uns alle, dass es im nächsten Jahr keinen AfD-Landrat und/oder Bürgermeister im Landkreis geben darf!

Worin u.a. der Unterschied zwischen agieren als Opposition und in Regierungsverantwortung liegt und wie unterschiedlich das Agieren in Opposition sein kann, legte Knut Korschewsky in seinem Diskussionsbeitrag dar. "Die derzeitige Opposition, und nur die CDU sehe ich als solche, versucht mit aller Macht die Beratung des neuen Landeshaushaltes zu verzögern, durch eine unglaubliche Anzahl an Anfragen die getrost als Nonsens-Anfragen durchgehen. Da wird z.B. gefragt, wozu Brandmelder dienen sollen. Die Antwort der Landesregierung lautet dann erwartungsgemäß, dass Brandmelder technische Geräte oder Anlagen sind und dem Auslösen eines Alarms im Falle eines Brandes dienen und dass der Sinn eines Brandalarms wiederum das Warnen von Personen innerhalb eines Gebäudes, das Einleiten von Maßnahmen zur Brandbekämpfung und zum Sach- und Personenschutz ist. Das parlamentarische Verfahren ist ebenso, dass auch solche Fragen erschöpfend zu beantworten sind. Das bindet ungeheure Ressourcen in den Ministerien, vor allem aber in der Landtagsverwaltung, die ja für die Erstellung der Protokolle und deren rechtzeitige Verteilung zuständig ist. Diese Art der Opposition ist auf Verschleppung und Verhinderung aus, ist destruktiv und schadet dem Land." so Knut.

In weiteren Diskussionsbeiträgen wird über die teils abstruse Informationspolitik seitens der örtlichen Verantwortungsträger im Kreistag und in Stadt- und Gemeinderäten berichtet, die sich im Nachgang nicht nur als überprüfungswürdig, sondern teils als schlicht falsch herausstellten. Da ist das Kind zumeist in den Brunnen gefallen, denn solche Aussagen im Nachgang zu berichtigen ist um einiges schwerer als ihnen mit Fakten sofort zu begegnen. Astrid Nerlich mahnte deshalb in ihrem Beitrag u.a. mehr Engagement linker LINKEN Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte bei der Wahrnehmung von Weiterbildungsangeboten des Kommunalpolitischen Forums e.V. (KOPOFOR) an, wies aber ebenso wie Uwe Schlammer auf einen zu verbessernde Kommunikation nach innen wie nach außen – innerparteilich und durch die Landtagsfraktion und die Landesregierung hin.

Innerhalb unseres Kreisverbandes soll mit der Etablierung eines regelmäßig erscheinenden Info-Blattes mehr Wissens- und Erfahrungsaustausch organisiert werden. Ein erstes Probeexemplar des "Stand•Punkt" fand regen Zuspruch und es gab - das war das Ziel der Übung "Probeexemplar" - einige Hinweise und Vorschläge zu möglichen Themen und Inhalten.

Und während so angestrengt diskutiert wurde, lief ein Wahlgang nach dem anderen über die Bühne, galt es doch neben dem neuen Kreisvorstand auch die Mitglieder der Revisionskommission und im Landesausschuss sowie die Delegierten zu Bundes- und Landesparteitagen zu wählen.

Hier nun die Ergebnisse:

Kreisvorstand:

In geheimen Wahl wurde Michael Stammberger (Schalkau, OT Selsendorf) als Vorsitzenden des Kreisvorstandes mit 100% der abgegebenen gültigen Stimmen wiedergewählt, ebenso wie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Astrid Nerlich (Sonneberg – 90%) und Thomas Heine (Sonneberg – 100%) sowie die Schatzmeisterin Susanne Eichhorn (Sonneberg – 100%).

Weiterhin wurden in geheimer Wahl als Mitglieder des neuen Kreisvorstands gewählt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Regina Bambenek (Neuhaus-Schierschnitz OT Rotheul - 84%)
  • Almuth Beck (Föritz OT Gefell - 66%)
  • Christiane Braun (Lauscha OT Ernstthal - 92%)
  • Silvia Frenzel (Sonneberg - 96%)
  • Helga Heidrich (Neuhaus-Schierschnitz - 90%)
  • Christian Jacob (Sonneberg - 90%)
  • Roland Koch (Sonneberg - 90%)
  • Philipp Müller (Neuhaus am Rwg. - 94%)
  • Gerd Queck (Steinach - 82%)
  • Traudel Schelhorn (Frankenblick OT Mengersgereuth-Hämmern - 88%)
  • Uwe Schlammer (Sonneberg - 98%)
  • Egon Weikert (Frankenblick OT Rabenäußig - 80%)
  • Silke Winkler (Sonneberg - 94%)

Ebenfalls in geheimer Wahl wurden gewählt die Mitglieder der/des:

Revisionskommission:
Christa Bauersachs, Heidrun Böhm-Hennes, Sylvia Bürger und Hubert Geißel

Landesausschuss:
Christiane Braun und Peter End.

In offener Abstimmung und einstimmig wurden folgende Delegierte und Ersatzdelegierte zum Bundes- und Landesparteitag gewählt:

Delegierte für den Bundesparteitag:
Silvia Frenzel und Knut Korschewsky,
Ersatzdelegierte:
Astrid Nerlich und Thomas Heine

Delegierte für den Landesparteitag:
Christa Bauersachs, Astrid Nerlich, Silke Winkler, Thomas Heine, Philipp Müller und Michael Stammberger
Ersatzdelegierte:
Silvia Frenzel, Helga Heidrich, Traudel Schelhorn, Christian Jacob, Roland Koch und Knut Korschewsky

Allen Gewählten einen herzlichen Glückwunsch!

 

Der neu gewählte Kreisvorstand v.l.n.r.: Susanne Eichhorn, Helga Heidrich, Gerd Queck, Almuth Beck, Roland Koch, Traudel Schelhorn, Thomas Heine, Uwe Schlammer, Christian Jacob, Astrid Nerlich, Philipp Müller, Christiane Braun, Michael Stammberger, Silvia Frenzel, Egon Weikert, Regina Bambenek und Silke Winkler

 

Text und Bilder: THH