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Thomas Heine

Von den Großen und den Kleinen

"Weniger Erzieher, kürzere Betreuungszeiten" betitelt das FW am 9.11.2019 einen Artikel, der meine Anfrage im Stadtrat zum Anlass nahm, die Ausführungen des Stadtkämmerers Steffen Hähnlein ausführlich zu dokumentieren.

Gleichwohl: meine Frage war nicht – wie es zu den verkürzten Öffnungszeiten kam, sondern „…ob die Stadt Kenntnis über die derzeitige Personalsituation der Kindergärten in Freier Trägerschaft hat und ob es angesichts des Mangels an Bewerberinnen und Bewerbern - allein die Stadt Sonneberg schreibt für ihre zwei in Eigenregie geführten Kindergärten zwei Stellen aus (https://sonneberg.de/rathaus/ausschreibungen/stellenausschreibungen) - Überlegungen oder gar Konzepte gibt, in Kooperation mit den Freien Trägern verkürzte Betreuungszeiten trotz aller Umstände weitestgehend zu vermeiden und wenn dies nicht möglich ist mit ausreichender Vorwarnzeit für die Eltern zu kommunizieren.“

Unstrittig ist, dass der verbesserte Betreuungsschlüssel in der Novelle des Kindergartengesetzes, ebenso wie die eben dort vorgenommene Anhebung der Minderungszeiten den Personalbedarf erhöhen. Immerhin geht es hier um die Verbesserung der Betreuungsqualität der Kinder und der Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher. Ein Dilemma nicht nur vor dem Hintergrund der pauschal für Thüringen für die nächsten Jahre prognostizierten „Verrentungswelle“ auch bei Erzieherinnen und Erziehern.

Unstrittig ist auch, wie der Kämmerer ja richtig bemerkt, dass „der Markt leergefegt“ ist und anzumerken ist auch, dass staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher eine immerhin fünfjährige Ausbildung zu absolvieren haben. Allein die Tatsache, dass dies überbetrieblich stattfindet und die angehenden Erzieherinnen und Erzieher von Bafög oder Nebenjobs leben, ist schon ein Fingerzeig darauf, dass nicht jede/er, der Erzieher/in werden will, es auch wird.

Dies alles taugt für die Beschreibung des großen Ganzen, wenngleich meine Frage darauf abzielte ganz kurzfristig, praktisch Lösungen zu finden - die nächste Grippewelle kommt bestimmt.
Das wünscht sich natürlich niemand, wird dadurch aber nicht weniger wahrscheinlich. Umso mehr scheint mir die Frage nach Kooperationen mehr als berechtigt, erst recht dann, wenn die Erfüllung der Mindestpersonalschlüssel schon jetzt „auf Kante genäht“ ist.
Wenn sich aber trotz allem kürzere Betreuungszeiten nicht vermeiden lassen, dann muss die Information an die Eltern so erfolgen, dass sie in der Lage sind notfalls eine Betreuung zu organisieren. Auch die „Vollbeschäftigung“ ist eben nicht ganz unproblematisch: Die Leute arbeiten eben und nicht wenige in Schichten!


Aktuelle Infektionszahlen

Die Thüringer Landesregierung veröffentlicht täglich um 11 Uhr die neuesten Infektionszahlen im Corona Bulletin:

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Wir kümmern uns

Trotz der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die Thüringer Linksfraktion weiter im Einsatz für Solidarität und Gerechtigkeit. Wir haben in den vergangenen Stunden unter schwierigen Bedingungen das Notwendigste getan, um arbeitsfähig zu bleiben: per Telefonkonferenzen, im Home-Office, mit einer Notbesetzung in der Geschäftsstelle des Landtags. Es gilt jetzt erst recht: Wir kümmern uns. Wir machen’s gerecht.

Wir wollen uns an dieser Stelle zuerst bei allen bedanken, die derzeit Großartiges leisten, um die Einschränkungen erträglich zu machen, die Hilfen organisieren und sich um die Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie kümmern: bei den Mitarbeiter*innen im Gesundheitsbereich und im Bildungssektor, bei der Thüringer Landesregierung, bei den vielen Beschäftigten der kritischen Infrastruktur, bei allen Menschen, die sich solidarisch, hilfsbereit und achtsam verhalten.

Wir unterstützen deshalb mit Nachdruck, was Ministerpräsident Bodo Ramelow als Kernziel der gegenwärtigen Maßnahmen formuliert hat: Es geht vor allem darum, Infektionswege abzuschneiden, damit die Chancen erhöht werden, Leben zu retten. In diesem Sinne arbeitet die rot-rot-grüne Landesregierung. Und in diesem Sinne bitten auch wir ausdrücklich darum, die offiziellen Hinweise zu beachten: Bleiben Sie so weit es geht zu Hause.

Die Thüringer Linksfraktion erarbeitet gegenwärtig unter Hochdruck ein soziales Maßnahmenpaket mit unseren Vorstellungen, wie die Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie für alle Betroffenen abgefedert werden können.