Keine Kürzungen bei Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren

Ralf Plötner

Die Linke in Thüringen hat Überlegungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) scharf kritisiert, Leistungen für Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren zu kürzen. „Allein aus der Diffamierung derartiger Kuren als 'nice to have' von KBV-Chef Andreas Gassen spricht eine antiquierte Gesundheitsversorgung, die Belastungen für junge Familien völlig verkennt. Ein denkbar schlechtes Signal an Familien die schon mit Kostensteigerungen und Kürzungen bei Hilfen kämpfen müssen“, sagt der Co-Landesvorsitzende Ralf Plötner. Er weist darauf hin, dass eine Kur ohnehin erst bei tatsächlichen Anzeichen für eine Überlastung genehmigt wird. „Selbst in finanzieller Hinsicht sind Gassens Überlegungen höchst kurzsichtig, denn eine fehlende Unterstützung würde u.a. massive Folgekosten verursachen, die sich noch multiplizieren würden“, so Plötner. Statt zu versuchen, die Löcher in der gesetzlichen Krankenversicherung auf Kosten der Bedürftigen zu stopfen, gehört das System auf den Prüfstand. Die Linke fordert deshalb eine Solidarische Bürgerversicherung als allgemeine Kranken- und Pflegeversicherung, in der alle Menschen entsprechend ihrer Einkünfte einzahlen und die die Trennung von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung aufhebt.