Mehr Tarifbindung statt Mehrbelastung der Beschäftigten
Ein Lohnniveau unter dem der anderen Bundesländer, unterdurchschnittliche Rentenzahlbeträge in Thüringen und dadurch kaum mehr zu stemmende Eigenanteile für die Heimpflege. Mit Blick auf die alarmierenden Zahlen kritisieren die Landesvorsitzenden von Die Linke Thüringen diese Entwicklung als Resultat des langjährigen Werbens der CDU-Regierungen mit einem Billiglohnland.
Der Landesvorsitzende Ralf Plötner konstatiert: „Sowohl beim Bruttoverdienst als auch beim durchschnittlichen Rentenzahlbetrag liegt der Freistaat im Bundesvergleich an letzter Stelle. Diese Entwicklung korrespondiert mit dem stetigen Rückgang der Tarifbindung in Thüringen: Der Anteil der Beschäftigten in Betrieben mit einer Branchentarifbindung hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefpunkt erreicht. Dabei tragen Tarifverträge maßgeblich zu besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen bei.“ Statt längere Ladenöffnungszeiten, höhere Regelarbeitszeit oder höheres Rentenalter brauchen die Beschäftigten mehr Tarifbindung, bessere Arbeitsbedingungen und einen Mindestlohn, der wirklich zum Leben reicht. Plötner fordert: „Dafür müssen Landesinvestitionen an Kriterien wie Tarifbindung und Mitbestimmung von Arbeitnehmer*innen geknüpft werden. Gegen niedrige Renten fordert die LINKE kurzfristig die Anhebung des Rentenniveaus und langfristig eine solidarische Pflegevollversicherung sowie eine Rentenkasse für alle.“
