Rentengerechtigkeit statt Generalverdacht gegen ältere Menschen
„Die jüngsten Vorstöße in der Diskussion um einen Umbau des Rentensystems missachten die Lebensleistung heutiger Rentner*innen. Sie spielen Generationen gegeneinander aus und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Damit reagieren die Vorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, auf die aktuellen Vorschläge zur Rentenpolitik.
Sei es die vom CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig propagierte Rente mit 70 Jahren oder ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentner*nnen, wie es Marcel Fratzser, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ins Spiel gebracht hat. Katja Maurer erklärt: „Wieder einmal entsteht der Generalverdacht gegen ältere Menschen, dass sie die Gesellschaft bloß finanziell belasten. Dringend angebracht ist die Angleichung der Ost- und Westrenten, um die Lebensleistung in Ost und West endlich in gleicher Weise anzuerkennen.“ So erhalten Rentner*innen in Thüringen nach 45 Beitragsjahren mit durchschnittlich 1.491 Euro im Monat die geringsten Altersbezüge bundesweit. Immer mehr sind hierzulande gezwungen weiterzuarbeiten, weil sie mit der Rente ihr Leben nicht finanzieren können. Ralf Plötner: „Wir schlagen eine Solidarische Erwerbstätigenversicherung vor, in die auch Beamte, Politiker*innen und Selbstständige einzahlen. Zur Finanzierung fordern wir eine gerechtere Erbschaftssteuer und eine Vermögenssteuer. Wer ein Leben lang arbeitet und einzahlt, hat ein Recht auf eine gute Rente.“
