Friedensstammtisch mit Tobias Grießbach (Journalist und Ethnologe)
Der Nahostkonflikt ist nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen Staaten und politischen Bewegungen – er ist vor allem eine menschliche Katastrophe für die Zivilbevölkerungen auf allen Seiten. Ob im Gazastreifen, in Israel, im Westjordanland oder im Süden Libanons – überall sind es Kinder, Familien, Arbeitende und Alte, die unter Gewalt, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit leiden.
- Welche zivilen Opfergruppen gibt es?
- Wie sind sie jeweils bedroht – und durch wen?
- Wie kann es gelingen, Bedrohung zu benennen, ohne zu entmenschlichen?
- Und wie können wir als deutsche Öffentlichkeit solidarisch, aber differenziert handeln – ohne in paternalistische Muster zu verfallen?
Der Referent Tobias Grießbach beleuchtet in seinem Vortrag die komplexe Realität verschiedener Zivilbevölkerungen in der Region:
- im Gazastreifen
- in Israel (innerhalb der völkerrechtlich anerkannten Grenzen)
- sowie im Westjordanland – sowohl in israelischen Siedlungen als auch palästinensischen Gebieten
Er zeigt auf, wie diese Menschen durch unterschiedliche Akteure – staatlich wie nichtstaatlich – unter Druck gesetzt, bedroht und instrumentalisiert werden: von Hamas und IDF, über Siedlergewalt bis hin zu internationalen Einflüssen.
Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam mögliche Handlungsspielräume:
- Welche Rolle kann deutsche Außenpolitik spielen?
- Was bringt die Unterstützung kritischer israelischer Zivilgesellschaft?
- Wie wirken Bildungsarbeit und Narrative auf unser Verständnis des Konflikts?
- Und wie vermeiden wir "white saviorism", ohne uns aus der Verantwortung zu ziehen?
Tobias Grießbach ist Journalist und Ethnologe mit Schwerpunkt Israel/Palästina. Er schreibt u. a. für dis:orient und die taz und hat mehrmals zu Studienzwecken in Israel gelebt.
Wir laden herzlich ein zu einem Abend des Zuhörens, des Nachdenkens und des Diskutieren in die Geschäftsstelle ein.
Veranstaltungsort: als hybride Veranstaltung Kreisgeschäftsstelle
Köppelsdorfer Straße 20
96515 Sonneberg
