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Gesunde Ernährung statt Zuckersteuer

Lena Saniye Güngör

In Thüringen erhält Berichten zufolge fast jede achte Person die Diagnose Adipositas, auch chronische Fettleibigkeit genannt. Zentral für die Vorbeugung, aber auch nach entsprechender Diagnose, ist eine gesunde Ernährung. Diese verstärkt zu fördern, müsse das Ziel sein, so Lena Saniye Güngör, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag. Güngör fordert deshalb einen besseren Zugang zu gesunder Ernährung: „Ungesundes Essen, wie hochverarbeitete Lebensmittel und zuckerhaltige Softdrinks, wird viel konsumiert – das liegt auch an den Zugangsmöglichkeiten. Wenn das frische Gemüse ein oder zwei Euro teurer ist als ein Fertiggericht, dann ist der Griff nach der hochverarbeiteten Speise schneller getan, weil schlicht das Geld für die gesunden Lebensmittel nicht ausreicht. Wie und was wir kostengünstig oder gar kostenlos zur Verfügung stellen müssen, um eine gesunde Ernährungsweise zu ermöglichen, gilt es deshalb in den Fokus zu rücken. Kostenfreies Leitungswasser in Gaststätten, öffentlich zugängliche kostenlose Wasserversorgungsmaßnahmen wie mehr Trinkbrunnen, aber auch der Kampf gegen Armut, damit der Erwerb von frischem Obst und Gemüse nicht am Geldbeutel scheitert, sind beispielsweise wichtige Maßnahmen, um allen eine bewusste und gesunde Ernährung zu ermöglichen.“

In Thüringen erhält Berichten zufolge fast jede achte Person die Diagnose Adipositas, auch chronische Fettleibigkeit genannt. Zentral für die Vorbeugung, aber auch nach entsprechender Diagnose, ist eine gesunde Ernährung. Diese verstärkt zu fördern, müsse das Ziel sein, so Lena Saniye Güngör, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag. Güngör fordert deshalb einen besseren Zugang zu gesunder Ernährung: „Ungesundes Essen, wie hochverarbeitete Lebensmittel und zuckerhaltige Softdrinks, wird viel konsumiert – das liegt auch an den Zugangsmöglichkeiten. Wenn das frische Gemüse ein oder zwei Euro teurer ist als ein Fertiggericht, dann ist der Griff nach der hochverarbeiteten Speise schneller getan, weil schlicht das Geld für die gesunden Lebensmittel nicht ausreicht. Wie und was wir kostengünstig oder gar kostenlos zur Verfügung stellen müssen, um eine gesunde Ernährungsweise zu ermöglichen, gilt es deshalb in den Fokus zu rücken. Kostenfreies Leitungswasser in Gaststätten, öffentlich zugängliche kostenlose Wasserversorgungsmaßnahmen wie mehr Trinkbrunnen, aber auch der Kampf gegen Armut, damit der Erwerb von frischem Obst und Gemüse nicht am Geldbeutel scheitert, sind beispielsweise wichtige Maßnahmen, um allen eine bewusste und gesunde Ernährung zu ermöglichen.“

 

Derweil plant die Bundesregierung mithilfe einer Zuckersteuer ab 2028 den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Güngör hält dies für den falschen Ansatz: „Eine allgemeine Zuckersteuer, wie sie die Bundesregierung plant, wälzt die Verantwortung auf die Verbraucher*innen ab, blendet soziale Ungleichheiten aus und ignoriert dabei obendrein auch den Bedarf nach einem besseren Aufbau von Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung. Denn auch die Fähigkeit des Einzelnen, sich bewusst gesund ernähren zu können, gilt es zu stärken. Dieses Wissen müssen wir bereits in jungen Jahren vermitteln – in Schulen und Kitas. Hierzu sind wir bereits als Fraktion aktiv: Eine parlamentarische Initiative unserer Fraktion zur Stärkung der Gesundheitskompetenz wird zurzeit im zuständigen Fachausschuss beraten.“ 

Abschließend weist Güngör darauf hin, dabei auch einen Blick auf die Lebensmittelindustrie zu richten: „Unternehmen, die Fertiglebensmittel herstellen, müssen mehr in die Verantwortung genommen werden.“

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