Zum Hauptinhalt springen

Abwanderung stoppen

Ralf Plötner

Zum Tag der Deutschen Einheit fordert der Landesvorsitzende der Thüringer Linken, Ralf Plötner, einen Kurswechsel für Thüringen: „Wir wollen, dass Thüringen wieder ein Land der Chancen wird. Ein Land, in dem junge Menschen bleiben können, Familien sich etwas aufbauen können und Menschen, die gegangen sind, einen guten Grund für ihre Rückkehr haben"

Zum Tag der Deutschen Einheit fordert der Landesvorsitzende der Thüringer Linken, Ralf Plötner, einen Kurswechsel für Thüringen: „36 Jahre nach der Deutschen Einheit kann es nicht unser Anspruch sein, dass Menschen im Osten noch immer weniger verdienen und junge Menschen Thüringen verlassen, weil sie hier keine Perspektive sehen. Wer hier arbeitet, muss von seinem Lohn leben können. Wer eine Familie gründen will, muss sich das leisten können“.

Im ersten Halbjahr 2026 ist die Einwohnerzahl Thüringens erneut gesunken. Besonders junge Menschen verlassen den Freistaat für Ausbildung, Studium und Arbeit. Gleichzeitig kämpfen viele ländliche Regionen mit fehlenden Busverbindungen, wenig Einkaufsmöglichkeiten und einer schlechteren medizinischen Versorgung.

„Wir wollen ein Thüringen, in dem Menschen gerne bleiben und in das sie zurückkehren. Dafür müssen wir gerade jungen Menschen auf dem Land wieder etwas bieten. Mit unserem Programm ‚Jugend im ländlichen Raum‘ wollen wir deshalb gezielt in Treffpunkte, Freizeitangebote, Ausbildung und Infrastruktur investieren“, erklärt Plötner.

Auch bei den Löhnen muss sich etwas ändern. „Es reicht nicht, dass irgendwo ein Arbeitsplatz entsteht. Die Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können. Deshalb brauchen wir mehr Tarifbindung und höhere Löhne. Gleichzeitig müssen wir gezielt dort investieren, wo Arbeitsplätze und Wertschöpfung verloren gehen.“

Die Linke Thüringen fordert außerdem die Wiedereinführung der Vermögensteuer. „Es kann nicht sein, dass Beschäftigte jeden Monat hart arbeiten und trotzdem schauen müssen, wie sie über die Runden kommen, während Menschen mit Millionenvermögen kaum stärker zur Finanzierung unseres Gemeinwesens beitragen. Wer sehr viel besitzt, kann auch mehr Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen. Dieses Geld brauchen wir für Schulen, Busse, Krankenhäuser und ein gutes Leben in unseren Städten und Dörfern.“

Plötner abschließend: „Wir wollen, dass Thüringen wieder ein Land der Chancen wird. Ein Land, in dem junge Menschen bleiben können, Familien sich etwas aufbauen können und Menschen, die gegangen sind, einen guten Grund für ihre Rückkehr haben. Dafür braucht es eine Politik, die sich an den Menschen orientiert und nicht an denen, die ohnehin schon genug haben.“

Zurück zum Kopf der Seite