Bezahlbare Mieten gehören zu einem bezahlbaren Leben
Die Mietpreissteigerungen in In Erfurt und Jena lagen 2025 weit über dem Bundesdurchschnitt. Diese überdurchschnittlich hohen Preissprünge bei Mietwohnungen fressen das Einkommen der Miter*innen auf. Deshalb brauchen wir eine Wohnungspolitik, die an der Seite der Mieter*innen und ihrer Interessen steht.
„Die überdurchschnittlich hohen Preissprünge bei Mietwohnungen in Erfurt und Jena fressen das Einkommen der Miter*innen auf. Deswegen brauchen wir schnellstmöglich einen Mietendeckel“. Das fordert der Landesvorsitzende der Linken, Ralf Plötner. Hintergrund sind die Angaben zu Mietsteigerungen in kreisfreien Städten in der Antwort auf Fragen der Linken im Bundestag. In Erfurt und Jena lagen die Preissprünge 2025 weit über dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde in Erfurt die Miete um 75 Cent pro Quadratmeter erhöht, in Jena mussten Mieter*innen 81 Cent pro Quadratmeter mehr zahlen. Daneben drohen jetzt die angekündigten Kürzungen beim Wohngeld mit Konsequenzen wie Mietschulden, Kündigungen und Wohnungsverlusten.
Die Linke Thüringen hält dagegen. Nach der Überprüfung von Mieten in Erfurt durch die Mietwucher App der Partei seit Mitte Dezember 2024 wurden bis heute 165 Verdachtsmeldungen auf Mietpreisüberhöhung an das zuständige Amt verschickt. Damit könnte jeder betroffene Haushalt rund 150 € monatlich sparen. Auch den Einwohnerantrag in Jena, um den Mietennotstand zu stoppen, unterstützt Die Linke ausdrücklich. Doch nicht nur in den Städten wird das Wohnen immer teurer. Im Zehnjahresvergleich wurden die prozentual höchsten Steigerungen der Neuvermietungsmieten 2024 im Eichsfeld sowie in den Landkreisen Hildburghausen und Weimarer Land registriert.
Plötner abschließend: „Wir brauchen eine Wohnungspolitik, die an der Seite der Mieter*innen steht. Dazu gehört neben dem Mietendeckel eine Landeswohnungsgesellschaft für mehr bezahlbaren Wohnraum in öffentlicher Hand und die Einführung von kommunalen Mietprüfstellen“.
