Erinnern heißt verändern
Das Gedenken an den Anschlag in Halle an Jom Kippur 2019 bedeutet, den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus noch entschlossener zu führen. Der parlamentarische Erfolg der extremen Rechten in Sachsen-Anhalt, der bei der Wahl des Parlamentspräsidenten nur mit Unterstützung der CDU zustande kam, verstärkt die Angst vor extrem rechter Gewalt erneut.
„Das Gedenken an den Anschlag in Halle an Jom Kippur 2019 bedeutet, den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus noch entschlossener zu führen.“ Das erklären die Vorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, zum siebten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags. Nur die schwere, verriegelte Eingangstür verhinderte den Mord an rund 50 Jüdinnen und Juden in der Synagoge in Halle. Stattdessen erschoss der Rechtsterrorist kaltblütig zwei Menschen.
Plötner weist darauf hin: „Nun verstärkt der parlamentarische Erfolg der extremen Rechten in Sachsen-Anhalt, der bei der Wahl des Parlamentspräsidenten nur mit Unterstützung der CDU zustande kam, die Angst vor extrem rechter Gewalt erneut. Die voraussichtlich extrem rechte Landesregierung teilt ideologische Versatzstücke, die auch zur Motivation des Attentäters von Halle gehörten.“
Maurer erklärt: „Die absehbare Streichung von Landesmitteln ist eine existenzielle Bedrohung von Initiativen, die das Gedenken seit Beginn an mit gestalten. Beratungsstellen befürchten durch einen Wegfall der Mittel, ihre Arbeit als unverzichtbare Anlaufstellen einstellen zu müssen. Dies ist ein fatales Zeichen für die Betroffenen von rassistischer und antisemitischer Hetze, Diskriminierung und Gewalt. Statt sie zu schützen werden ihre Grundrechte fundamental in Frage gestellt.“
Die Linke in Thüringen steht solidarisch an der Seite der Betroffenen: Wir werden keine Ruhe geben, bis sich etwas verändert.
