Rüstungsansiedlung kein Mittel gegen Jobverluste
Die Ansiedlung von Rüstungsstandorten in Thüringen ist kein Mittel gegen Arbeitsplatzabbau. Sie führt lediglich zu einer schleichenden Militarisierung des Alltags.
„Die Ansiedlung von Rüstungsstandorten in Thüringen ist kein Mittel gegen Arbeitsplatzabbau.“ Das erklärt die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Katja Maurer, und verweist auf die jüngste Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach wechselten bundesweit knapp 21 mal so viele Industriebeschäftigte in die öffentliche Verwaltung oder Sozialversicherung als in die Rüstungsindustrie.
„Um Jobverluste in Thüringen aufzufangen, muss die Voigt-Regierung endlich den Transformationsfonds nutzen, den Die Linke in den Haushalt verhandelt hat. Obwohl der Fonds seit Anfang dieses Jahres bereitsteht, fließen die Mittel nicht ab", so Maurer
Die von der IHK Südthüringen propagierte Rolle Thüringens als Standort für Rüstungsansiedlungen führt lediglich zu einer schleichenden Militarisierung des Alltags. Dazu gehört auch der Wehrdienst, gegen den am Freitag auch in Thüringen wieder Schulstreiks stattfinden. „Unsere Solidarität gilt den jungen Menschen, die mutig und engagiert ihre Stimme gegen den neuen Zwangsdienst erheben und ihr demokratisches Recht auf Protest wahrnehmen.“ erklärt Maurer abschließend.
