UNICEF-Bericht mahnt: Kinderarmut wirksam bekämpfen
„Statt Prioritäten bei der Bekämpfung von Kinderarmut zu setzen, stagniert in Deutschland die Entwicklung in diesem Bereich seit Jahren“. Damit kommentieren die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, den gerade vorgelegten UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder 2025 in Deutschland. Dabei sichert die gezielte Investition in Kinder den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Dies gilt gerade für jene Kinder, die von Armut, Ausgrenzung oder fehlenden Chancen betroffen sind. Stattdessen bewegt sich die Kinderarmut seit Jahren auf dem hohen Niveau von etwa 15 Prozent, allein in Thüringen lebt fast jedes vierte Kind unter der Armutsgrenze. Vor dem Hintergrund des internationalen Tages der Kinderrechte in der kommenden Woche weisen Maurer und Plötner darauf hin, dass fast jedem zehnten Kind und Jugendlichen diese Rechte und gesellschaftliche Teilhabe verweigert werden. Dies hat Folgen für alle Lebensbereiche der Betroffenen, wie auch der Bericht zeigt. Maurer und Plötner fordern: „Um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, braucht es eine Grundsicherung für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. Zudem muss ein armutsfester Mindestlohn dafür sorgen, Altersarmut entgegen zu wirken“. Auch in Thüringen bleibt die Frage nach der Bekämpfung der Kinderarmut unbeantwortet – das Wort taucht im Koalitionsvertrag von CDU, BSW und SPD nicht einmal auf.
