Zusammenwachsen aus der Basis heraus befördern

Vertreter der Vorstände der Linkspartei.PDS Thüringen und der WASG Thüringen sind am 4. November 2005 in Erfurt zu Gesprächen zusammengekommen.

Im Ergebnis des konstruktiv geführten Dialoges erklären beide Seiten:

Die Bundestagswahl hat deutlich gemacht, dass das Projekt der Vereinigung linker Kräfte eine erfolgversprechende Alternative gegen die neoliberale Politik und gegen den sozialen Kahlschlag ist. Für die Mehrheit der Menschen gibt es eine gemeinsame Linkspartei bereits.

Soziale Gerechtigkeit, Frieden und der Osten haben im 16. Deutschen Bundestag wieder eine starke und verlässliche Stimme. Mit ihrem Votum haben die Wählerinnen und Wähler zugleich beiden Seiten einen großen Vertrauensvorschuss gegeben.

Aus unserer Sicht ist es daher notwendig, die Diskussion über Inhalt und Formen der Zusammenarbeit zwischen Linkspartei.PDS Thüringen und WASG Thüringen zu intensivieren und ein Zusammenwachsen beider Partner aus der Basis heraus zu fördern sowie den bundesweiten Prozess mit unseren Erfahrungen zu unterstützen.

Als gemeinsame Aufgabe sehen wir das Eintreten für soziale Gerechtigkeit, gegen Hartz IV, für Frieden und die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit auch in Thüringen. Dazu wird eine paritätische Arbeitsgruppe im Land gebildet.

Wir rufen alle Mitglieder der Linkspartei und WASG auf, sich vor Ort in sozialen Bündnissen und außerparlamentarischen Bewegungen zu engagieren. Zur Vertiefung eines weiteren Meinungsaustausches werden Vertreter der Vorstände jeweils als Gäste zu den Veranstaltungen der anderen Seite eingeladen.

gez. für die Linkspartei.PDS Thüringen:
Ina Leukefeld, Knut Korschewsky, Holger Hänsgen, Jörg Kubitzki, Cornelia Nitzpon

gez. für die WASG:

Andreas Hähle, Edgar Siebert, Frank Fiebig, Siegfried Gütthoff, Paul Kohlgraf, Petra Schollmeyer